Zahnpasta Für Kinder im Check
Gesunde Zähne von Anfang an sind entscheidend für die spätere Zahngesundheit. Eltern stehen dabei oft vor der Frage: Welche Zahnpasta ist für Kinder die richtige? Soll sie Fluorid enthalten – und wenn ja, in welcher Dosierung? Neben der richtigen Fluoridmenge spielt auch eine Rolle, welche Inhaltsstoffe vermieden werden sollten, etwa unnötige Farb- oder Schaumbildner. Gerade bei Kindern ist es wichtig, auf eine Zahnpasta zu achten, die wirksam schützt, gleichzeitig aber sanft ist und keine bedenklichen Zusätze enthält.
Zahnpasta mit oder ohne Fluorid?
Karies entsteht, wenn Bakterien im Mund Zucker abbauen und dabei Säuren bilden. Diese senken den pH-Wert im Mund, was zum Abbau von Mineralien im Zahnschmelz führt – es kommt zur Demineralisierung. Auf Dauer entstehen so kleine Löcher im Zahn.
Fluorid – in Kinderzahnpasten meist als Natriumfluorid oder Aminfluorid – hilft, diesen Kreislauf zu durchbrechen:
- Es unterstützt die Remineralisierung, indem verlorene Mineralien wieder in den Zahnschmelz eingebaut werden.
- Es fördert die Bildung von Fluorapatit, einer besonders harten und widerstandsfähigen Form des Zahnschmelzes.
- Es hemmt die Aktivität von Kariesbakterien, wodurch weniger Säure entsteht und der Zahnschmelz zusätzlich geschützt wird.
Also ja, Kinderzahnpasta sollte Fluorid enthalten.
Es schützt nachweislich vor Karies, indem es den Zahnschmelz härtet und die Zähne widerstandsfähiger macht – sofern Fluorid nicht bereits in Tablettenform supplementiert wird. Wichtig ist die richtige Dosierung je nach Alter, da zu viel Fluorid unerwünschte Nebenwirkungen haben kann.
Weitere wichtige Infos zu dem Thema in älteren Beiträgen von mir oder auf der Webseite der Bundeszahnärztekammer sowie dem Netzwerk Gesund ins Leben.
Richtige Dosierung Fluorid
In Deutschland ist Fluorid ein zentraler Bestandteil der Kariesprophylaxe für Kinder. Aktuelle Empfehlungen basieren auf den Leitlinien des Netzwerks „Gesund ins Leben“ und der Bundeszahnärztekammer.
Die Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta wird ab dem ersten Zahn empfohlen, spätestens jedoch mit dem ersten Geburtstag.
- 0–2 Jahre: 2x täglich reiskorngroße Menge Zahnpasta, 1.000 ppm Fluorid
- Ab 2 Jahren: 2x täglich erbsengroße Menge Zahnpasta, 1.000 ppm Fluorid
- Ab ca. 6 Jahren (erste bleibende Zähne): Zahnpasta mit 1.450 ppm Fluorid verwenden

Zahnpasta-Check
Falls zusätzlich Fluoridtabletten eingenommen werden, sollte die Zahnpasta fluoridfrei sein, um eine Überdosierung zu vermeiden. Die Kombination von Fluoridtabletten und fluoridhaltiger Zahnpasta ist nicht empfohlen
Ich habe die Inhaltsstoffe von über 80 Produkte vieler verschiedener Marken unter die Lupe genommen und bewertet. Günstig, teuer, Drogerie, Apotheke, Discounter, Naturkosmetik… Von A wie Alterra bis Z wie Ziaja. Produkte für Babys und Kinder, mit Fluorid und ohne.
Mehr Infos dazu in meinem aktuellen Kinder-Zahnpasta-Check 2025
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Wichtiges zum Schluss
- Fluorid wird oft als giftig oder schädlich dargestellt – es ist jedoch weder ein giftiges Gas noch macht es Kinder dumm.
- Um unerwünschte (unbedenkliche) Nebenwirkungen wie beispielsweise Fluorosen zu vermeiden, sollte Fluorid nur in den empfohlenen Mengen verwendet werden.
- Dein Kind nimmt noch Tabletten mit Fluorid (z. B. Kombination Vitamin D + Fluorid) → Zähne mit fluoridfreier Zahnpasta putzen. Diese Tabletten sollten spätestens ab dem 1. Geburtstag abgesetzt und auf fluoridhaltige Zahnpasta gewechselt werden. Dies sollte am besten mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt oder der Zahnärztin/dem Zahnarzt besprochen werden.
- Kleiner Tipp: Einfach die Zahnpasta mit dem Finger in die Borsten drücken und gleichmäßig verteilen. So wird nicht gleich alles verschluckt und die Dosierung bleibt kontrolliert.
- Zahnpasten enthalten Aromen oder Süßungsmittel, die nicht kariogen sind. Sie überdecken den Eigengeschmack der anderen Rohstoffe, der sonst ohne Zusatzstoffe unangenehm schmecken würde.
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