Sonnenschutz

Bedenkliche Inhaltsstoffe in Sonnenschutzmittel – der große Check

Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Sonnenschutzmittel frei von Problemstoffen sind. Gute Sonnenschutzmittel sollten einen guten UV-Schutz bieten und ohne Substanzen auskommen, die Mensch und Umwelt schaden. Ich zeige euch heute, wie ihr diese Substanzen erkennt.

Sonnenschutzmittel sollen unsere Haut vor UV-Schäden schützen. Das Problem: Viele enthalten Inhaltsstoffe, die gesundheitlich bedenklich sind oder negative Auswirkungen auf die Umwelt haben:

  • bedenkliche Konservierungsmittel
  • unnötige oder bedenkliche Duftstoffe
  • Kunststoffe und Silikone
  • PEG/PEG-Derivate
  • bedenkliche UV-Filter
  • Nanopartikel
  • Farbstoffe
  • Paraffine und andere Inhaltsstoffe auf Erdölbasis
  • Aluminium

Ich habe mir über 500 Sonnenschutzmittel angeschaut und ihre Inhaltsstoffe bewertet. Eine kostenlose Checkliste zum selbst checken sowie den großen Check mit meinen Ergebnissen findet ihr hier. In meinem Ebook könnt ihr alle Grundlagen zum Thema Sonnenschutz nachlesen.

1. Konservierungsmittel

Konservierungsstoffe oder Konservierungsmittel sind Stoffe, die die Haltbarkeit von Lebensmitteln oder Kosmetika verlängern, indem sie diese vor den schädlichen Auswirkungen von Mikroorganismen schützen. Dazu zählen rund 55 zugelassene Stoffe. Sie sind in der EU-Kosmetikverordnung namentlich aufgelistet und sollen „ausschließlich oder überwiegend die Entwicklung von Mikroorganismen hemmen“ [1(57]. Die meisten sind synthetisch hergestellt wie etwa Chlorphenesin. Einige sind naturidentische Stoffe wie Benzoesäure (E210 oder Benzoic acid) oder Sorbinsäure (E200 oder Sorbic acid).

Vor der Zulassung muss jeder Konservierungs­stoff auf seine Wirksamkeit und Verträglichkeit geprüft werden. Von einzelnen Stoffen geht ein erhöhtes Allergierisiko aus, etwa von Formaldehyden und Formaldehydabspaltern sowie von Methylisothiazolinon.

Liste bedenklicher Konservierungsmittel: Parabene, Halogenorganische Verbindungen, Formaldehydabspalter [2]

  • Butylparaben
  • Ethylparaben
  • Isobutylparaben
  • Isopropylparaben
  • Methylparaben
  • Phenylparaben
  • Propylparaben
  • Polyaminopropyl Biguanide
  • Benzisothiazolinone
  • Chlorhexidine
  • Cloroacetamide
  • Chlorphenisin
  • Climnazole
  • Dichlorbenzyl Alcohol
  • Iodopropynyl Butylcarbamate
  • Methylchloroisothiazolinon
  • Methylisothiazolinon
  • Quaternium-15
  • Quaternium-51
  • Triclosan
  • Trifluormethyl C1-4 Alkyl Dimethicone
  • 2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol
  • 5-Bromo-5-Nitro-1,3-Dioxane
  • Diazolidinyl Urea
  • Dimethyl Imidazolidione
  • DM Hydantoin
  • DMDM Hydantoin
  • Formaldehyd
  • Imidazolidinyl Urea
  • MDM Hydantoin
  • Methyldibromoglutaronitril
  • Quaternium-15
  • Sodium Hydroxymethyl Glycinate
  • Sodium Hydroxymethylglycinate

2. Duftstoffe

Duftstoffe sind Moleküle, die über das olfaktorische System (Geruchssinn) wahrgenommen werden. Es handelt sich um flüchtige Substanzen, die sich in der Luft verteilen und dadurch einen spezifischen Geruch verbreiten. Sie zählen nach Nickel zu den zweithäufigsten Auslösern von Kontaktallergien [3]. Etwa jeder Fünfte reagiert mit Allergien oder Unverträglichkeiten auf Produkte mit Duftstoffen. Dabei ist es egal, ob die Duftstoffe synthetischen oder natürlichen Ursprungs sind.

Von den 3000 eingesetzten Duftstoffen muss die Kosmetikindustrie nur 26 auf der Verpackung kennzeichnen – die anderen 2974 Substanzen werden als „Parfum“ oder „Aroma“ bezeichnet. Die 26 Duftstoffen, für die ein allergieauslösendes Potenzial nachgewiesen wurde, müssen nur namentlich gekennzeichnet werden, wenn sie in einer bestimmten Konzentration im Produkt enthalten sind. Doch nicht alle dieser 26 Duftstoffe sind gleich problematisch.

Liste der Duftstoffe, die als potent bis hochpotente Allergieauslöser mit hohem Sensibilisierungspotential gelten [4]

  • Cinnamal
  • Evernia Furfuracea Extract
  • Evernia Prunastri Extract
  • Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyd
  • Isoeugenol
  • Methyl 2-octynoate (seit neustem Einstufung von wenig potent zu hochpotent)

Liste weniger potente, aber immer noch problematischer Stoffe [5]:

  • Cinnamyl alcohol
  • Hydroxycitronellal
  • Lilal (Propanal, Butylphenyl Methylpropional)
  • Lyral (2,4-Dimethyl-3-Cyclohecene Carvoxaldehyde, Hydroxyisohexyl 3-cyclohexene carboxaldehyde, noch bis 2021 im Handel).

Mehr zu dem Thema Duftstoffe in meinem Beitrag DUFTSTOFFE IN KOSMETIK UND HYGIENEARTIKELN

3. Kunststoffe und Silikone (synthetische Polymere)

Ein Polymer ist ein chemischer Stoff, der durch Verknüpfung vieler gleicher oder ähnlicher Grundbausteine (Monomere) aufgebaut sind. Viele Monomere ergeben ein Polymer. Polymere können in natürliche und synthetische Polymere unterteilt werden:

  1. Natürliche Polymere (Biopolymere) werden in Lebewesen synthetisiert und bilden die Grundbausteine der Organismen. Zu diesen Polymeren zählen zum Beispiel Proteine und unsere DNA, aber auch Zellulose, Stärke und Chitin. Sonnenschutzmittel aus der Naturkosmetik verwenden sehr häufig Brassica Campestris/Aleurites Fordi Oil Copolymer, ein abbaubarer Biokunststoff, der aus pflanzlichen Monomeren polymerisiert wurde (z.B. aus Rüben, Rapsöl oder chinesischem Holzöl). Er bildet einen Schutzfilm auf der Haut und macht das Sonnenschutzmittel wasserfest.
  2. Synthetische Polymere sind durch Polyreaktionen industriell oder im Labormaßstab hergestellte Stoffe. Dazu gehören zum Beispiel Polyethylen, Polystyrol und Polyvinylchlorid.

Warum enthalten Sonnenschutzmitteln schwer abbaubare Polymere?

Kunststoffe und Silikone werden Sonnenschutzmitteln beigemischt, damit die creme besser verteilt werden kann und vor allem, damit diese wasserfest ist. Bei wasserfester Sonnencreme bildet sich nämlich beim Trocknen ein Polymerfilm auf der Haut, welcher den UV-Filter länger auf der Haut fixiert.

So erkennst du schwer abbaubare Polymere in deinem Sonnenschutzmittel

Folgende Liste sind Bezeichnungen von schwer abbaubaren Polymeren (Kunststoffe und Silikone), wie sie in der Inhaltsstoffliste vieler Sonnenschutzmittel zu finden sind:

  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Acrylates/ C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer
  • Acrylates/Octylacrylamide Copolymer
  • Carbomer
  • Dimethicone
  • Dimethiconol
  • Methicone
  • Polyacrylate (PA)
  • Polyamide (PA, Nylon-6, Nylon-12)
  • Polyethylene (PE)
  • Polyethylene glycol (PEG)*
  • Polyethylenterephthalate (PET)
  • Polymethylmethacrylate (PMMA)
  • Polymethylsisilsequioxane
  • Polypropylene (PP)
  • Polypropylene glycol (PPG)*
  • Polyquaternium (PQ)
  • Polystyrene (PS)
  • Polyurethane (PUR)
  • Siloxane
  • Silsesquioxane
  • Triacontanyl PVP
  • VP/Hexadecene Copolymer

* vor allem. biologisch schwer abbaubare  Verbindungen, erkennbar an Werten  über 50 (z. B. PEG-120)

4. PEG und PEG-Derivate

Polyethylenglykol (kurz: PEG) ist ein Polymer, welches in Sonnenschutzmitteln als sogenannte Emulgator eingesetzt wird. Emulgatoren sind Hilfsstoffe, die dafür sorgen, dass sich verschiedene andere Substanzen wie beispielsweise Wasser und Öl miteinander mischen. Das ist wie bei der Salatsoße: schüttet man Essig und Öl zusammen, kommt es zu zwei Phasen und Öltröpfchen bilden sich. Gibt man aber Senf dazu, der hier als Emulgator agiert, lassen sich Öl und Essig gut vermischen.

Als Derivate werden in der Chemie Stoffe bezeichnet, die von einer bestimmten Grundsubstanz abgeleitet wurden. Deshalb weisen sie eine ähnliche Struktur wie die Ausgangssubstanz auf. Alle Derivate des Polyethylenglykols werden mit „PEG“ und einer Zahl angegeben. Diese gibt an, aus wie vielen Moleküleinheiten der Stoff besteht (z.B. PEG-32, PEG-8, usw.).

Polyethylenglykol und PEG-Derivate werden aus Erdöl hergestellt und sind ab einer bestimmten Molekülmasse schwer abbaubar.

Problematik: PEG und PEG-Derivate machen unsere Haut durchlässiger für Wirkstoffe aber auch für Schadstoffe, weshalb sie besonders für bereits gereizte Haut gefährlich sind. In Studien konnten PEGs (bei einer gesunden Haut) keine giftigen oder reizenden Eigenschaften nachgewiesen werden, weshalb sie oft als „gut verträglich“ deklariert werden. In Kosmetika kombinieren Hersteller sie aber oft mit anderen, deutlich schädlicheren Inhaltsstoffen. Diese nimmt unsere Haut dann leichter auf, weil sie durch das PEG durchlässiger wird.

So erkennst du PEG und PEG-Derivate

Folgende Liste sind Bezeichnungen für PEG und PEG-Derivate, wie sie in der Inhaltsstoffliste vieler Sonnenschutzmittel zu finden sind:

  • Celeth 20, -24
  • Ceteth-10 Phosphate
  • Laureth-2, -3, -4, -7, 10
  • Olive oil PEG-10 esters
  • PEG-32 Stearate
  • PEG-40 Castor oil
  • PEG-7 Hydrogenated castor oil
  • PEG-75 Lanolin
  • Polyethylene glycol (PEG)
  • Steareth-2, -10, -21

5. UV Filter

Um die Haut vor optischer Strahlung der Sonne zu schützen, enthalten Sonnenschutzmittel Filtersubstanzen. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Sonnenschutz-Filtern. Chemische (organische) Filter, die UV-Strahlen in der oberen Hautschicht in Wärme umwandeln, und mineralische (anorganische oder physikalische) Filter, die optische Strahlung auf der Haut reflektieren, absorbieren und streuen. Mehr zu dem Thema UV Filter in meinem Beitrag UV-Filter in Sonnencremes

Doch einige UV-Filter sind nicht gut verträglich, stehen im Verdacht, Stoffwechselprozesse stören oder sind Umweltgifte.

Die amerikanische Environmental Working Group (EWG) stuft jedes Jahr auf Grundlage von aktuellen Studien UV-Filter hinsichtlich ihrer Bedenklichkeit ein. Es gibt Werte von 1-10, wobei 1 unbedenklich ist und 10 sehr bedenklich.

 UV-Filter Abkürzung Sonstige Bezeichnungen AnmerkungEWG Score Quelle
Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl TriazineBIS-EMTTinsorb SPhotostabil, gut verträglich1EWG
Butyl MethoxydibenzoylmethaneBMAvobenzoneNur in Kombination mit anderen Filtern photostabil, gut verträglich1-2EWG
Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl BenzoateDHHBUvinul A PlusPhotostabil, gut verträglich2EWG
Diethylhexyl Butamido TriazoneDBTIscotrizinolPhotostabil, gut verträglich1-2EWG
Drometrizole TrisiloxaneDTMeroxyl XLPhotostabil, gut verträglich Keine US-Zulassung PubMed
Ethylhexyl MethoxycinnamateEMOctinoxate, Octyl Methoxycinnamateschadet Korallenriffen, dringt durch die Haut, hormonell wirksam, geringes Hautreizungsrisiko5EWG
Ethylhexyl SalicylateESOctisalatePhotostabil, mögliches Allergen1-3EWG
Ethylhexyl TriazoneETEHT, Octyl Triazone, Uvinul T 150 (BASF)Photostabil, gut verträglich2PubMed 2018
Homosalate  Dringt durch die Haut, Kann Allergien auslösen, steht im Verdacht, Stoffwechselprozesse zu stören4 EWG
Isoamyl p-MethoxycinnamateIsoamyl p-MAmiloxatNicht photostabil, steht im Verdacht, Stoffwechselprozesse zu stören, sehr giftig für Wasserlebewesen mit lang anhaltenden Auswirkungen.1US unbedenklich, Europa Neubewertung im Gange (ECHA 2016)
Octocrylene  Konzentration bis 10% gilt als sicher (Erwachsenenhaut), Kontaktallergie bei Kindern häufiger, Photoallergie gegen Octocrylen ist bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern3SCCS 2021
Benzophenone-3, Benzophenone-4, Benzophenone-5 Oxybenzone 4-8EWG
Phenylbenzimidazole Sulfonic AcidPSAENSULIZOLE 2EWG
Terephthalylidene Dicamphor Sulfonic AcidTDSAMexoryl SX 2 EWG
Methylene Bis-Benzotriazolyl Tetramethylbutylphenol (Nano)MB-BT Keine US Zulassung  Beitrag folgt
Tris-Biphenyl Triazine (Nano)T-BT Keine US Zulassung  Beitrag folgt
Titanium Dioxid   1EWG
Titanium Dioxid (nano)   6EWG
Zink Oxid   1EWG
Zink Oxid (nano)   4EWG

6. Nanopartikel

Nanopartikel sind natürlich vorkommende oder synthetisch hergestellte kleinste Teilchen aus Metallen oder Metalloxiden, die in mindestens einer Dimension Ausmaße von unter 100 nm aufweisen. Im Vergleich: Ein menschliches Haar hat einen Durchmesser von 80000 nm. Sie stecken in Lebensmitteln wie Kaugummis, Instantsuppen oder Kaffeepulver damit diese nicht verklumpen. Auch in Kosmetikartikeln wie in manch mineralischen Sonnencremes sind sie zu finden. Nanomaterialien müssen in der Kennzeichnung durch den Zusatz „(NANO)“ hinter der INCI-Bezeichnung kenntlich gemacht werden (Artikel 19 Absatz 1 Buchstabe g der EU-Kosmetikverordnung [61]).

Es wird vermutet, dass Nanopartikel aufgrund ihrer so kleinen Größe möglicherweise Barrieren überwinden können: a) durch die Hautbarriere b) durch die Darmwand c) über Atemwege durch die Lunge ins Blut und dann d) sogar durch die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn, wo sie sich im Laufe der Jahre ansammeln können. Ihre Wirkung auf Mensch und Umwelt sind aktuell nicht bekannt, Langzeitstudien fehlen. Am besten also auf Nanopartikel in Sonnenschutzmitteln verzichten.

„Nanopartikel, die als UV-Filter in Sonnenschutzmitteln eingesetzt werden, müssen vom wissenschaftlichen Expertengremium der EU-Kommission SCCS bewertet werden. Der Kontakt von Nanopartikeln mit der Haut ist zudem gut untersucht. Studien belegen, dass zum Beispiel Nano-Titandioxid in den Formen, wie sie in kosmetischen Mitteln verwendet werden, nicht in den menschlichen Blutkreislauf eindringen kann. Auf Grundlage der verfügbaren Erkenntnisse kam das SCCS zu dem Schluss: Gesundheitliche Risiken sind bei Nano Titandioxid als UV-Filter in einer Konzentration von bis zu 25 Prozent in Sonnenschutzmitteln unwahrscheinlich. Dies gilt bei gesunder, intakter und sonnenverbrannter Haut. Menschen, deren Haut krankheitsbedingt (Allergiker, Akne, Neurodermitis) geschädigt ist, sollten sich mit einem Facharzt abstimmen. Das SCCS hat seine Schlussfolgerung auf Anwendungen (z. B. Cremes, Lotionen) beschränkt, die nicht zu einer Exposition der Lunge durch Inhalation führen.“

Bundesinstitut für Risikobewertung [8]

Info: Sonnenschutzmittel mit anorganischen (mineralischen) UV-Filtern enthalten natürlicherweise Partikel in allen Größen. Ganz ohne Nanopartikel ist also keine dieser Sonnenschutzmittel. Ist der Anteil an enthaltenen Nanopartikeln (also Partikel kleiner als 100 nm) über 50% muss dies als Nano (nano) in der INCI-Liste aufgeführt sein.

7. Farbstoffe

Farbstoffe sind Farbmittel, die im Gegensatz zu Pigmenten in Anwendungsmedien wie Wasser oder anderen Lösungsmitteln löslich sind. Farbstoffe in Kosmetikprodukten erkennt man an dem Kürzel CI. Dieses bedeutet „Colour Index“ und wird von einer fünfstelligen Zahl begleitet. In Sonnencremes sind sie meist enthalten, um das „Weißeln“ zu reduzieren.

Problematik: Basis vieler Kosmetikfarbstoffe sind Azofarbstoffe und aromatische Amine.  Azofarbstoffe werden in vitro von Hautbakterien zu aromatischen Aminen gespalten.  Viele dieser Substanzen haben ein krebserzeugendes oder ein sensibilisierendes Potential (potentielle Allergene).  Daher sollten Azofarbstoffe wie beispielsweise CI 12150 (Sudanrot G), CI 26100 (Sudan III), CI 27290 (Scharlach) oder CI 20170 (Orange 2) in Kosmetika gemieden werden.

Eine ausführliche Liste mit karzinogenen Azofarbstoffen gibt es hier [9].

Eine Liste aller zugelassenen Farbstoffe findet ihr hier [10].

8. Paraffine

Als Paraffine werden in der Pharmazie flüssige oder feste, hochgereinigte und gesättigte Kohlenwasserstoffe bezeichnet, die aus Erdöl gewonnen werden. 

Oft sind Pflegeprodukte, die Paraffine enthalten mit Mineralölrückständen belastet. Öko-Test findet regelmäßig MOAH (Aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe, englisch: Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons) in Produkten, die Paraffine enthalten.

Liste der Paraffine oder andere Inhaltsstoffe auf Erdölbasis

  • Cera Microcristallina
  • Ceresin
  • Isohexadecone
  • Microcristalline Wax
  • Microwachs
  • Ozokerit
  • Paraffin
  • Paraffinderivat
  • Paraffinum durum
  • Paraffinum Liquidum
  • Paraffinum perliquidum
  • Paraffinum solidum
  • Paraffinum subliquidum
  • synthetic wax
  • Talgglyceride
  • Vasiline

9. Aluminium

Aluminium ist ein Leichtmetall. In der Erdhülle ist es, nach Sauerstoff und Silicium, das dritthäufigste Element und in der Erdkruste das häufigste Metall. In den letzten Jahren stand es oft im Fokus, da man dem Metall eine Gesundheitsschädliche Wirkung nachgesagt hat, die bisher nicht bestätigt werden konnte [6].

Verschiedene Studien versuchten, einen Zusammenhang zwischen der Aluminiumaufnahme und einer Alzheimer-Erkrankung nachzuweisen, konnten aber keine eindeutigen Belege finden. Nach aktuellem Kenntnisstand ist ein solcher Zusammenhang unwahrscheinlich. Eine abschließende Bewertung ist aber aufgrund der uneinheitlichen Datenlage derzeit noch nicht möglich

Bundesinstitut für Risikobewertung [7]

Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Aluminium aus Antitranspirantien und der Entstehung von Brustkrebs konnte wissenschaftlich bisher nicht belegt werden. In Studien an Mäusen wurden selbst bei hohen Dosen keine Tumore beobachtet.

Bundesinstitut für Risikobewertung [7]

QUELLEN

[1] Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über kosmetische Mittel (europa.eu)

[2] https://www.oekotest.de/kosmetik-wellness/Bedenkliche-Inhaltsstoffe-in-Kosmetik-Bei-diesen-Zutaten-sollten-Sie-hinschauen_11560_1.html

[3] https://www.bvdd.de/aktuelles-presse/presse-newsletter/details/wenn-duefte-allergisch-machen/

[4] https://www.daab.de/haut/kontaktallergie/hauptausloeser/duftstoffe/

[5] https://www.oekotest.de/kosmetik-wellness/Bedenkliche-Duftstoffe-Diese-Duefte-stinken-uns_11407_1.html

[6] https://ec.europa.eu/health/sites/default/files/scientific_committees/consumer_safety/docs/sccs_o_235.pdf

[7] https://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zu-aluminium-in-lebensmitteln-und-verbrauchernahen-produkten.pdf

[8] https://www.bfr.bund.de/cm/343/sonnencreme-und-co-gibt-es-gesundheitliche-risiken.pdf

[9] https://ec.europa.eu/health/ph_risk/committees/sccp/documents/out155_en.pdf

[10] https://ec.europa.eu/growth/tools-databases/cosing/pdf/COSING_Annex%20IV_v2.pdf

2 Kommentare

    • Thomas Ortmann

      Hallo Tina,

      Normalerweise kannst du direkt im Anschluss an die Abwicklung einen Download starten. Wenn du das Dokument später nochmal runter laden möchtest, hast du eine Email mit deiner Rechnung bekommen in der zu allen Artikeln ein entsprechender Downloadlink vorhanden ist.

      Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dein Team von annisbuntewissenschaft.de

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